Kleine Änderung des Standardlayout

Die GREETBoard Reihe zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass es standardisierte Module in verschiedenen Größen gibt. Diese waren bislang so ausgelegt, dass sie gut stapelbar sind. Die Berücksichtigung von Steckkontakten und deren Position zueinander waren von mir eher nachrangig behandelt worden. Das führte in der Vergangenheit immer mal wieder zu diversen Verkabelungs-Wirrungen. Meine wichtigste Erfahrung dabei ist, dass Flachbandkabel nicht so flexibel sind wie sie auf den ersten Blick erscheinen. Tatsächlich sind sie eher störrisch! In diesem Artikel zeige ich die Änderungen am Standardlayout auf, die mir das Leben vereinfachen werden.

Das bisherige Design

Wie bereits erwähnt, war das Design der Leiterplatten darauf ausgelegt, dass sie gut stapelbar sind. Daher nahm ich die Europlatine und teile sie immer wieder in der Mitte. Dadurch wurde ein 1/2-Modul, ein 1/4-Modul und ein 1/8-Modul erzeugt, welche ich für meine Projekte verwende. Die 1/4 und 1/8-Module haben sich als sehr praktikabel erwiesen, da sie nicht zu klein sind um in der Hand zu „verschwinden“ aber auch nicht zu groß, sodass Platinenfläche verschenkt wird.

Übereinander passende Modulgrößen

Übereinander passende Modulgrößen

Auch die Befestigung mittels M3 Distanzhülsen gefällt mir immer noch sehr gut. Diese sind jeweils 4mm vom Rand der Leiterplatte platziert. Obwohl die 1/8-Module nur über 2 Löcher verfügen, sind diese ausreichend stabil befestigt. Da wackelt nichts!

Module mit ihren Befestigungslöchern

Module mit ihren Befestigungslöchern

Durchschleifen der I2C Signale

Vor einiger Zeit hatte ich regen Emailkontakt mit einem Leser dieses Blogs und wir haben darüber diskutiert, wo Verbesserungsmöglichkeiten zu finden sind. Ich bin sehr dankbar für die Tipps und habe versucht diese in die GREETBoard Reihe einfließen zu lassen. An dieser Stelle möchte ich mich bei Achim Seeger bedanken. Vor allem der Punkt der I2C-Verbindungen hat mich sehr beschäftigt und zu einer, in meinen Augen, wichtigen Änderung geführt.

Bisher habe ich pro Modul eine Flachbandkabel-Verbindung mit Wannensteckerleiste zum I2C-Bus vorgesehen. Sollte also eine I2C-Porterweiterung an das GREETBoard ATMega128 angeschlossen werden, habe ich ein Flachbandkabel für die Verbindung benutzt. Was passierte aber, wenn noch ein I2CLCD-Modul mit ins Spiel kommt? Klar, es wird eine dritte Pfostensteckerleiste am Flachbandkabel befestigt. Ab diesem Zeitpunkt ist aber häufig das Kabel zu kurz um beide Module zu erreichen und schon wird ein zweites, längeres Kabel mit drei Buchsen zusammengebaut. Das alte Flachbandkabel liegt dann in der Ecke rum und findet hoffentlich im nächsten Projekt Verwendung.

Gut, das ist kein Beinbruch und all zuviel Geld wurde auch nicht in den Wind geschossen. Aber die GREETBoard Reihe soll so funktionieren, dass die einzelnen Module für unterschiedliche Projekte und Versuche immer wieder anders angeordnet werden sollen. Dann muss für jedes Projekt im Zweifel eine neue Kabelverbindung erstellt werden. Das gefiel mir ganz und gar nicht. Ich wollte es ganz einfach haben und die Verbindung von Modul zu Module herstellen. Dafür wird aber eine Steckverbindung als „Eingang“ und eine als „Ausgang des I2C-Busses benötigt. Idealerweise sollten diese Verbindungen, im gestapelten Zustand, exakt übereinander liegen. Das ermöglicht kurze Kabelstrecken und deutlich „aufgeräumtere“ Projektaufbauten. Gegebenenfalls werden wenige, etwas länger Flachbandkabel benötigt, wenn ein Stapeln der Module nicht erwünscht ist.

GREETBoard I2C Slave - Fertig aufgebaut

GREETBoard I2C Slave – I2C Bus wird an beiden Seiten heraus geführt

Abgerundete Ecken

Vor kurzem habe ich neue gefräste GREETBoard-Leiterplatten von meinem neuen Platinenhersteller erhalten. Seitdem werde ich im Leben keine geritzten Platinen mehr kaufen! Ich kann mir jetzt gar nicht mehr vorstellen, wie ich diese zerfransten Kanten im Shop verkaufen konnte. OK, die geritzten Platinen funktionieren gut, aber die gebrochenen Kanten sind unfassbar schlecht, im Vergleich mit den Gefrästen. Da schauen überall Fasern aus der Bruchstelle. An dieser Stelle könnte ich stundenlang davor Schwärmen, wie toll es war, als ich die neuen Platinen in den Händen gehalten habe, aber das würde den Rahmen dieses Artikels sprengen 🙂

Ein netter Nebeneffekt ist, dass die Ecken abgerundet werden können. Ich finde, dass dies den Leiterplatten ein deutlich professionelleres Aussehen verleit. Somit gibt es nun nur noch Module mit diesen wunderbaren „runden Ecken“.

Neues GREETBoard Design - Runde Ecken

Neues GREETBoard Design – Runde Ecken

Herausführung der Signale

Beim GREETBoard ATMega128 und dessen Erweiterung habe ich sehr viel Wert darauf gelegt, dass alle Anschlüsse des Mikrocontrollers herausgeführt werden, sodass sie über Buchsen und Federkraftklemmen erreichbar sind. Damit sollte es möglich sein eigene Projekte mit diesen Boards zu realisieren. Vor allem beim Experimentieren mit dem L6208 hat mir dies sehr geholfen, da ich die Signale über besagte Klemmen an den Schrittmotor-Treiber führen konnte. Jedoch gab es auch ein IO-Modul, einen Portexpander usw, deren Signale nicht herausgeführt wurden. Was nutzt mir ein IO-Modul, das mir nur ein paar LEDs und Taster zur Verfügung stellt. Wenn ich es, als Entwickler, nicht nutze, weil es zu unflexibel ist, wer sollte es dann nutzen? Richtig, kein Mensch braucht etwas, das in Windeseile auf einem Breadboard aufgebaut ist. Aus diesem Grund werde ich das IO-Modul nicht mehr benutzen (und auch nicht mehr anbieten).

Das GREETBoard I2C Portexpander, das GREETBoard I2CSlave und auch das GREETBoard I2CRTC wiederum eignen sich sehr gut dafür, die Pins der IC’s auf Stiftleisten zu legen. Damit können die dort verwendeten Signale abgegriffen und in eigenen Schaltungen oder auf einem Breadboard verwendet werden . Dazu habe ich gewinkelte Stiftleisten vorgesehen, die es überdies ermöglichen das Modul außerhalb der GREETBoard-Reihe zu benutzen.

GREETBoard I2C RTC

GREETBoard I2C RTC – Die heraus geführten Signale auf die gewinkelte Pin-Leiste

Fazit

Mit den Veränderungen ist der Einsatz der GREETBoard-Module deutlich flexibler. Sie können besser miteinander verbunden werden, sind sehr einfach für Breadboard-Projekte nutzbar und auch separat ohne andere GREETBoard-Module zu verwenden. Darüber hinaus weisen die neuen Module auch eine viel bessere Herstellungsqualität auf, als es bei den Vorgänger der Fall war. Ich freue mich bereits darauf mit den Module neue Projekte in Angriff zu nehmen!

Liebe Grüße,
Euer Timo

Ein Gedanke zu „Kleine Änderung des Standardlayout

  1. Hallo Timo
    danke für die Blumen. Es freut mich sehr, wenn meine Gedanken und Erfahrungen dir helfen. Mach weiter so. Falls du noch Anregungen brauchst, kann ich dir die Seite angeben. Sind Sachen drin über Multitasking und Statemaschine
    achim

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