Das GREETBoard ATMega128 – Erweiterungsmodul

Ein weiteres Mitglied in der GREETBoard Familie ist das ATMega128 Erweiterungs Modul. Es handelt sich hierbei nicht um ein Modul mit nur einer Funktion, sondern es fasst einige interessante Funktionen zusam-men. Damit ist es ideal für Versuche und Tests und dem Erlernen der notwendigen Programmierung verschiedener Funktionalitäten. Ganz besonders ist hierbei zu erwähnen, dass es einfach auf das GREETBoard ATMega128 aufgesteckt werden kann. Im Huckepack-Betrieb wird es automatisch mit Strom versorgt und die verschiedenen Funktionen sind direkt mit den entsprechenden Pins des ATMega128 verbunden. Somit ergibt die Kombination aus GREETBoard ATMega128 und dessen Erweiterungsboards eine ganz hervorragende Grundlage, um die Möglichkeiten die in dem Mikrocontroller stecken, zu erforschen und testen. Ich meine, dass es daher sehr gut für Anfänger geeignet ist.

Es werden natürlich nicht alle Funktionen bei jedem Projekt benötigt. Daher wurde das „alte“ GREETBoard ATMega32 auf das Notwendigste reduziert, so dass es auf ein 1/4 Modul passte. Um dennoch den vollen Funktionsumfang zur Verfügung zu haben, muss das Hauptmodul nachrüstbar sein. Durch Buchsenleisten auf dem GREETBoard ATMega128 und Stiftleisten auf der Lötseite des Erweiterungsmoduls ist dies möglich.

GREETBoard ATMega128 - Huckepackbetrieb

GREETBoard ATMega128 – Huckepackbetrieb

Die Features

Schon auf dem Bild weiter oben sind die großen Klemmleisten sehr dominierend. Es handelt sich hierbei um Klemmen, die über Hebel geöffnet und geschlossen werden können. Alle vier Ports sind auf eine der Klemmleisten herausgeführt, so dass alle I/O Ports des Mikrocontroller genutzt werden können. Lediglich VCC und GND sind auf je eine 4-polige Schraubklemmleiste geführt. Dadurch können externe Schaltungen (z.B. auf einem Breadboard) sehr einfach an den Mikrocontroller angeschlossen werden. Ein Lötkolben oder umgebaute Flachbandkabel sind nicht notwendig.

Auf dem GREETBoard ATMega128 gibt es nur drei Taster und drei LED, die frei programmierbar sind. Für größere Projekte kann es sein, dass diese Anzahl zu gering ist und daher befinden sich sechs Taster (Port D) und acht LEDs (Port C) auf dem Erweiterungs-Board. Auch diese sind frei programmierbar und zusätzlich mit Jumper deaktivierbar. Damit werden externe Schaltungen, die an die Klemmen angeschlossen werden, nicht beeinflusst.

Durch die Huckepack-Montage ist der Reset-Taster abgedeckt und nur sehr schwer zu erreichen. Um dies auszugleichen war es notwendig, einen zusätzlichen Reset-Taster auf der Erweiterung anzubringen.

Schon beim GREETBoard ATMega32 fehlte mir ein Potentiometer, mit dem ich einen Analog-Anschluss ausprobieren konnte. Ein 5k-Poti ist, über einen Jumper schaltbar, am ADC7 angeschlossen. Analog-Versuchen steht damit ebenfalls nichts mehr im Weg.

Eine weiteren Spielerei konnte ich nicht widerstehen – einem Temperatursensor. Dieser Sensor ist jedoch in SMD-Bauweise ausgeführt und nicht jedermann mag es diese Bauteile zu löten. Aber es ging wirklich sehr einfach, obwohl ich ihn als letzten angebracht habe und die Platzierung dadurch ein wenig schwierig war. Der LM75CIM ist über I²C ansprechbar und einen Messbereich von -55°C bis +125°C.

Schlussendlich ist der RS232 herausgeführt um gegebenenfalls eine zusätzliche Kommunikation mit einem PC oder Laptop herzustellen. Der übrige Platz auf der Leiterplatte ist mit Lötaugen ausgestattet um ggf. kleine eigene Schaltungen oder Erweiterungen hinzuzufügen.

Die Schaltung

Alle Signale werden von der unten liegenden Stiftleiste abgegriffen. Gut zu erkennen sind die einzelnen Funktionen des Boards.

GREETBoard ATMega128 Erweiterung - Schaltplan

GREETBoard ATMega128 Erweiterung – Schaltplan

Die Platine

Die Klemmenleisten nehmen recht viel Platz auf der Leiterplatte ein, sind aber so sehr gut zu erreichen. Die Taster und LEDs sind im mittleren Bereich integriert, genau wie das Poti und der Temperatursensor. Der Reset-Taster ist am Rand platziert. Ebenfalls am Rand befindet sich die Fläche mit den Lötpunkten und die Schraubklemmen der Spannungsversorgung.

GREETBoard ATMega128 Erweiterung - Bestückung

GREETBoard ATMega128 Erweiterung – Bestückung

Hinter den großen Klemmen sind die Stiftleisten angeordnet. Da sie nach unten zeigen, ist es nicht problematisch, dass sie dicht an diese angrenzen. Der besseren Übersicht halber, habe ich die Pin-Bezeichnungen neben die großen Klemmen geschrieben. So sind Verwechslungen weniger Wahrscheinlich.

Sobald das GREETBoard ATMega128 getestet und einige der neuen Module erfolgreich eingebunden wurden, werde ich dieses Erweiterungs-Board nutzen, um das L6208-Modul zu testen. Dann kann ich das ganze bequem über die neuen Klemmleisten anschließen.

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